WAS IST PLASMA?

Das Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Es besteht zu 90% aus Wasser und enthält zahlreiche lebensnotwendige Substanzen. Den größten Anteil dieser Substanzen machen Proteine aus, darunter das für die Flüssigkeitsverteilung im Körper wichtige Albumin, lösliche Gerinnungsproteine zur Aktivierung der Blutplättchen, Immunglobuline zur Vorbeugung von Infektionen sowie Lipoproteine, die dem Transport der wasserunlöslichen Fette im Blut dienen.

Wer kann plasma spenden? 

Eine Blut- und Plasmaspende ist ein verantwortungsvoller Akt. Sie ist freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich. Blut spenden darf jeder - unter einigen Voraussetzungen:

  • Keine gesundheitlichen Bedenken.  
  • Mindestalter 18 Jahre – Höchstalter 70 Jahre (Achtung: Die erste Plasmaspende muss vor dem 66. Lebensjahr erfolgen und die vorhergehende Spende mindestens 3 Jahre zurückliegen.)
  • Mindestkörpergewicht 50 kg
  • Keine Gefahr durch über das Blut übertragbare Krankheiten  
  • Es werden alle Blutgruppen benötigt, ohne Ausnahme

Plasma spenden

WIE LANGE DAUERT EINE PLASMASPENDE? 

Die eigentliche Plasmapherese beansprucht etwa eine Stunde. Der gesamte Vorgang, einschließlich des vorgängigen Arztgesprächs und der Ruhe und dem Snack nach der Spende, dauert anderthalb Stunden. 

WIE OFT KANN ICH PLASMA SPENDEN?

Plasma kann alle 14 Tage gespendet werden, bei einer Höchstmenge von 15 Liter pro Jahr. 

VEREINBAREN SIE EINEN PLASMASPENDE-TERMIN!

Die Plasmaentnahme erfordert spezielle Gerätschaften. Nicht alle unserer Zentren sind entsprechend ausgerüstet, so dass eine Terminabsprache unbedingt erforderlich ist. 

HÄUFIGE FRAGEN

  • Was ist Plasma?

    Das Plasma ist der flüssige Bestandteil unseres Blutes, der für den Transport der Zellen (rote, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) sorgt.

    Das Plasma stellt 55% des Blutvolumens dar und besteht aus Wasser (90%), Salzen und lebensnotwendigen Proteinen. Dazu gehören das Albumin (zur Stabilisierung des Blutkreislaufs), Gerinnungsproteine (zur Aktivierung der Blutplättchen), Immunglobuline (zur Vorbeugung vor Infektionen) sowie Lipoproteine (zum Transport der Fette im Blut).

  • Wie läuft die Plasmaspende ab?

    Das Prinzip ist mehr oder weniger das Gleiche wie bei einer Blutspende, nur dass bei einer Plasmaspende das Blut in einem geschlossenen System zentrifugiert wird und dabei die Blutzellen vom Plasma getrennt werden. Das Plasma wird gesammelt, während die restlichen Blutbestandteile (rote Blutkörperchen und Plättchen) zurück in den Körper fließen. Mit dieser Technik können bei einer Spende 650 ml Plasma entnommen werden. Eine Plasmaspende kann alle 14 Tage durchgeführt werden.

  • Ist eine Terminvereinbarung nötig?

    Eine Plasmaspende dauert etwas länger als eine Blutspende und benötigt eine maschinelle Ausrüstung. Es ist daher erforderlich, vorab einen Termin zu vereinbaren. Sie haben die Wahl: Entweder Sie vereinbaren direkt Ihren Termin mit einem unserer Zentren (die Kontaktdaten der einzelnen Zentren finden Sie unter dem Link) oder Sie füllen unser Anmeldeformular aus und wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

  • Ist eine Plasmaspende schmerzhaft?

    Eine Plasmaspende verursacht keine Schmerzen. Sie fühlt sich genau so an wie eine Blutspende oder eine Blutabnahme.

  • Wofür wird Plasma benötigt?

    Von der Gesamtmenge des durch den Spendedienst entnommenen Plasmas sind 10% nach einer entsprechenden Aufbereitung zur Transfusion bestimmt. Die verbleibenden 90% werden an die Pharmaindustrie verkauft. Die im Plasma enthaltenen Proteine bilden die Basis für Medikamente, die nur mit menschlichem Plasma hergestellt werden können und die für die Gesundheit und das Überleben vieler schwerkranker Patienten unentbehrlich sind.

    Ob als Transfusion oder in Form von Medikamenten, Plasma wird zur Behandlung zahlreicher Pathologien eingesetzt.

    Immunglobuline

    • Primäre Immunschwächen (angeboren):
      Ein Mangel oder gar das Fehlen von natürlichen Abwehrkräften macht extrem anfällig für Infektionen jeder Art: Ohren- und Lungenentzündungen, ständige Stirnhöhlenkatarrhe, Blut- und Hautinfektionen, schwere bis tödliche Organschäden...
    • Sekundäre Immunschwächen (erworbene Immundefekte):
      Störung des Immunsystems aufgrund äußerer Einflüsse (Virus, Chemotherapie...) oder Autoimmunkrankheiten.

    Gerinnungsfaktoren : gerinnungsstörungen (Hämophilie...)

    Albumin : bluterkrankheit, schwere Verbrennungen, chirurgische Eingriffe...

    Außer diesen genannten Beispielen, werden das Plasma und seine Derivate zur Behandlung einer Reihe weiterer ernster Pathologien eingesetzt.

  • Weshalb diese Kampagne?

    Zur Herstellung der benötigten Medikamente hängen Belgien sowie ganz Europa größtenteils von Plasmalieferungen aus den USA ab. Das soll sich nun ändern. Die belgische Regierung hat verfügt, dass unser Land innerhalb der nächsten drei Jahre mindestens 50% seines Plasmabedarfs selbst decken muss.

    Dieses Ziel kann jedoch nur erreicht werden, indem die verschiedenen belgischen Blutspende-Einrichtungen ihre Plasmaentnahmen signifikant erhöhen.

  • Welches sind die von der Regierung vorgegebenen Ziele?

    Die Regierung verlangt von den Blutspende-Einrichtungen die Entnahme einer jährlichen Mindestmenge Plasma vor. Für 2018 sind 53.000 Liter vorgeschrieben, mit einer Steigerung von jährlich 5% bis 2021.

  • Verkaufen Sie Plasma?

    Die Information, dass ein Teil des entnommenen Plasmas an die Pharmaindustrie verkauft wird, ist richtig.

    Weshalb?
    Zur effizienten Behandlung zahlreicher schwerer Krankheiten ist das Plasma derzeit der einzige Ausgangsstoff für die Herstellung lebensnotwendiger Medikamente. Dabei geht es im Wesentlichen um Immunglobuline und bestimmte Gerinnungsfaktoren.

    Wie beim Blutspenden haben auch die Plasmaspenden das Ziel, Leben zu retten.

    Im Gegensatz zu den Blutderivaten erfordert der Produktionsprozess dieser Medikamente das qualifizierte Knowhow und die spezielle Infrastruktur der Pharmaindustrie, worüber das Rote Kreuz natürlich nicht verfügt.

    Der Preis, zu dem das Rote Kreuz das Plasma verkauft sowie der Preis der daraus hergestellten Medikamente werden vom Staat geregelt und festgesetzt. Missbrauch und unlautere Geschäfte werden somit ausgeschlossen.

  • Gleicht die Situation in Belgien der in der Reportage "Question à la Une" aufgedeckten?

    Die Reportage über das Blutbusiness in der Sendung "Question à la Une" stellt die Situation in den USA an den Pranger.

    In Belgien ist die Sachlage eine andere. Plasmaspenden sind bei uns immer ehrenamtlich und werden nicht bezahlt. Zum Schutze der Spender sind die zugelassenen Entnahmemengen vom Gesetzgeber begrenzt. Es steht außer Zweifel, dass die in der Reportage aufgedeckten Praktiken Fragen zur Ethik und zum Gesundheitswesen aufwerfen. Allerdings entsprechen sie in keiner Weise weder der Handhabung von Blut- und Plasmaspenden in unserem Land noch der gemeinnützigen Arbeit und den Werten des Roten Kreuzes.

  • Weshalb werden Plasmaspenden nicht bezahlt?

    Belgien hält sich an einen internationalen, ethischen Kodex, wonach Blut-, Plasma- und Plättchenspenden freiwillig und, aus Sicherheitsgründen bei der Transfusion, unentgeltlich sein sollen. Falls beispielsweise ein Spender seinen wahren Gesundheitszustand verschweigt, weil sein einziges Motiv der finanzielle Gewinn ist, würde er nicht nur sich selbst schaden, sondern auch die Gesundheit des Empfängers gefährden.

Blut- und Plasmaspendezentren

Für Ihre Terminvereinbarung kontaktieren Sie bitte eines unserer unten stehenden Entnahmezentren: 

Namur

  • Namur
    Namur

    Rue des Dames Blanches 34
    5000 Namur
    T.: 081 22 10 10
    Montag und Donnerstag: 08.00 bis 19.30 Uhr
    Dienstag: 08.00 bis 12.30 Uhr
    Mittwoch und Freitag: 08.00 bis 16.30 Uhr

    Rue des Dames Blanches 34
    5000 Namur
    T.: 081 22 10 10
    Le lundi et jeudi : de 08:00 à 19:30
    Le mardi : de 08:00 à 12h:30
    Le mercredi et vendredi : de 08:00 à 16:30

    Parking gratuit 1h à l'Hôtel de Ville.

    Ouverture du site de prélèvement :
    Chaque dernier samedi du mois de 08:00 à 12:00

Luxemburg

  • Bastogne
    Luxemburg

    Chaussée d’Houffalize 1
    6600 Bastogne
    T.: 061 21 41 30
    Montag, Dienstag, Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr
    Mittwoch : 08.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr
    Donnerstag : 08.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 20.00

    Ouverture du site de prélèvement :
    Chaque 1er et 3ème samedi du mois de 08:00 à 12:00

  • Arlon
    Luxemburg

    Rue du Dispensaire 1
    6700 Arlon
    T.: 063 22 52 51
    Donnerstag und Freitag : 15.30 bis 19.30 Uhr

Wallonisch-Brabant

  • Louvain-La-Neuve
    Wallonisch-Brabant

    Place de l’Université 25/2
    1348 Louvain-la-Neuve
    T.: 010 45 14 71
    Montag und Dienstag : 12:00 bis 19.30 Uhr
    Mittwoch und Freitag : 09:00 bis 15.30 Uhr
    Donnerstag : 09.00 bis 17.30 Uhr

Brüssel

  • Anderlecht
    Brüssel

    Route de Lennik 808
    1070 Anderlecht
    T.:02 526 92 69  
    Route 851
    Montag und Freitag : 08.30 bis 16.30 Uhr
    Dienstag und Donnerstag : 11.30 bis 19.30 Uhr
    Mittwoch : 09.30 bis 14.30 Uhr
    Jeden 1. und 3. Samstag im Monat (nach Terminvereinbarung) von 09:00 bis 13:00 Uhr

  • Woluwé-Saint-Lambert
    Brüssel

    Avenue Konrad Adenauer 4
    1200 Woluwé-St-Lambert
    T.: 02 775 03 10
    Montag, Mittwoch, Freitag : 09.00 bis 18.00 Uhr
    Dienstag und Donnerstag : 13.00 bis 20.00 Uhr
    Jeden 2. und 4. Samstag im Monat (nach Terminvereinbarung) von 09:00 bis 13:00 Uhr

  • Brüssel
    Brüssel

    Rue Haute 290
    1000 Bruxelles
    T.: 02 535 45 81
    Gebaüde 800 - Route 803
    Montag, Mittwoch und Freitag : 08.00 bis 15.00 Uhr
    Dienstag und Donnerstag : 10.30 bis 19:00 Uhr 
    Jeden 1. und 3. Samstag im Monat (nach Terminvereinbarung) von 09:00 bis 13:00 Uhr

Hennegau

  • La Louvière
    Hennegau

    Avenue Max Buset 40
    7100 La Louvière
    T.: 064 23 81 73
    Montag und Freitag : 09.00 bis 12.00 Uhr; 13.00 bis 15.30 Uhr
    Dienstag, Mittwoch, Donnerstag : 13.30 bis 19.30 Uhr

  • Tournai
    Hennegau

    Rue du Pont 4
    7500 Tournai
    T.: 069 88 96 80
    Montag und Mittwoch: 13.30 bis 19.30 Uhr
    Dienstag : 09.00 bis 15.30 Uhr
    Donnerstag: 13.00 bis 19.30 Uhr


    Ouverture du site le 1er samedi du mois de 09:00 à 13:00

  • Mons
    Hennegau

    Chaussée de Binche 101
    7000 Mons
    T.: 065 22 10 30
    Montag : 09.00 bis 13.00 ; 14.00 bis 20.00 Uhr
    Dienstag : 09.00 bis 15.30 Uhr
    Mittwoch : 13.00 bis 18.00 Uhr
    Donnerstag : 13.00 bis 19.30 Uhr
    Freitag : 13.00 bis 18.30 Uhr

Provinz Lüttich

  • Lüttich
    Provinz Lüttich

    Rue Dos Fanchon 41
    4020 Lüttich
    T.: 04 341 69 11
    Montag, Mittwoch, Donnerstag : 08.00 bis 20.00 Uhr
    Dienstag und Freitag : 08.00 bis 12.30 Uhr
    Samstag : 08.30 bis 14.00 Uhr

  • Amel
    Provinz Lüttich

    An de Bareer 13 A
    4770 Amel
    T.: 080 34 07 45
    Montag und Freitag : 14:00 bis 19:00 Uhr
    Donnerstag : 16:30 bis 19:00

  • CHR Citadelle
    Provinz Lüttich

    Bd du XIIème de Ligne 1
    4000 Lüttich
    T.: 04 321 60 83
    Montag : 08.00 bis 12.00 Uhr; 14.30 bis 20.00 Uhr
    Dienstag : 12.00 bis 18.00 Uhr
    Mittwoch und Donnerstag : 08.00 bis 12.00 Uhr; 17.00 bis 20.00 Uhr
    Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr; 13.00 bis 16.00 Uhr
    1. Samstag : 08.00 bis 12.00 Uhr

  • CHU Sart Tilman
    Provinz Lüttich

    niv. 0
    4000 Lüttich
    T.: 04 366 75 52
    Montag, Dienstag und Donnerstag : 08.00 bis 16.00 Uhr
    Mittwoch, Freitag und Samstag : 08.00 bis 12.00 Uhr

  • Verviers
    Provinz Lüttich

    Rue Thier Mère Dieu 12
    4800 Verviers
    T.: 087 31 69 62
    Montag : 16.00 bis 19.00 Uhr
    Mittwoch : 13.00 bis 19.00 Uhr
    Freitag : 13.00 bis 18.00 Uhr

    Frais de parking remboursés.

  • Huy - Policlinique de Gabelle
    Provinz Lüttich

    Rue Sainte-Catherine 1
    4500 Huy
    T.: 085 27 75 88
    Dienstag und Donnerstag : 13.00 bis 19.30 Uhr
    Mittwoch : 09.00 bis 13.00 Uhr